Pressemitteilungen

Positionspapier und Reformvorschlag für die Alterssicherung von Beschäftigten im Mindestlohnbereich

Forum-55plus.de

Forum-55plus.de

Der aktuelle Mindestlohn beträgt derzeit 8,84 € und müsste nach den bisherigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf derzeit 9,19 € angehoben werden.

Forderungen von verschiedenen Vertretungen und daraus resultierender Reformvoraschlag

Dem Bundesministerium für Arbeit zufolge müsste der Stundenlohn von 8,84 € auf 12,63 € angehoben werden, damit diese Personen eine Grundsicherung im Alter von 814 € erreichen.

Eine Anhebung des Bruttolohnes um 42,87 % wird sicherlich nicht möglich sein und somit bei dieser Personengruppe zu einer Rentenzahlung unterhalb der Grundsicherung führen.

Reformvorschlag: Mindestlohn

Die Lösung dieses Interessenkonflikts zwischen

  • Arbeitgeber

  • Arbeitnehmervertretern

  • Staat

  • Sozialverbänden

wäre ggf. durch folgende Umsetzung möglich:

Der Mindestlohn wird nicht auf 9,19 € (gem. Statistischen Bundesamt), sondern auf 10,50 € angehoben. Die Differenz zwischen 10,50 € und 9,19 € muss verpflichtend in einer zertifizierten Altersversorgung angelegt werden.

Als zertifizierte Produkte sind folgende Alternativen möglich:

  • Gesetzliche Rentenversicherung

  • Betriebliche Altersversorgung

  • Riester-Rente

  • Rürup-Rente

  • Zertifizierte Pflegezusatzversicherung

Die Auswahl kann der Arbeitnehmer treffen. Die Abführung erfolgt durch den Arbeitgeber. Für den Arbeitgeber entsteht der gleiche Verwaltungsaufwand, wie bei der Abführung der vermögenswirksamen Leistungen.

Bei einer jährlichen Arbeitszeit von 1.700 Stunden entsteht hierdurch ein Sparvermögen von ca. 2.227 € (mtl. ca. 185,58 €).

In der gesetzlichen Rentenversicherung führt der monatliche Beitrag derzeit zu 0,3161 Entgeltpunkten. Der freiwillige Zusatzbeitrag würde also zu einer zusätzlichen Rentensteigerung von 31,61 % eines Durchschnittsverdieners führen. In Summe würde der Arbeitnehmer somit so gestellt werden, als wenn der Arbeitnehmer ca. 73 % aller durchschnittlichen Arbeitnehmer verdienen würde.

Ein Rentner, der über 45 Jahre 73 % des Durchschnittsverdient würde somit aus heutiger Sicht etwa 1.019 € gesetzliche Rente erhalten.

Allerdings sollte jedem Arbeitnehmer die Wahl gelassen werden, ob der freiwillige Zusatzbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein anderes Produkt der Altersversorgung (betriebliche Altersversorgung analog § 1a BetrAVG, sowie Riester- Rüruprente und gesetzlich ergänzende Pflegezusatzversicherung) anlegen möchte.

Die Wahl zwischen diesen einzelnen Produktvarianten hat folgende Hintergründe:

Betriebliche Altersversorgung:

Die Nutzung dieses freiwilligen Zusatzbeitrages in der betrieblichen Altersversorgung bietet dem Arbeitgeber weitere interessante Kombinationsmöglichkeiten, wodurch die Attraktivität für diese Personen nochmals verbessert werden kann.

Auch die Alternativen Riester-Rente und Rürup-Rente bieten interessante Zusatzförderungen, die gerade von den einkommensschwachen Arbeitnehmern zu wenig genutzt werden (aufgrund des bisherigen Bruttolohns).

Im Feld der betrieblichen Altersversorgung fehlt die Einbindung der Pflegeabsicherung. Zwar wird der Begriff der Invaliditätsvorsorge genannt, allerdings ist die Absicherung bei Invaliditäts- u. Berufsunfähigkeitsabsicherung immer zeitlich beschränkt. Der Begriff Pflegeabsicherung ist hingegen lebenslang definiert.

Der Effekt einer schlechten Altersversorgung - der im Übrigen bei einer Anhebung des Mindestlohnes auf 12,50 € nur zu einer Grundsicherung führt - würde wesentlich besser gelöst werden.

Aus realistischer Sicht wird die Anhebung des Mindestlohnes auf 12,50 € nicht umsetzbar sein, wohl aber die Anhebung aus 10,50 € (mit freiwilligem Options-Zusatzbeitrag).

Werner Hoffmann

1.Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Forum-55plus.de e. V.

Gottfr.-Keller-Str. 73

71254 Ditzingen

Tel.: (07156) 343 54

E-Mail: presse@forum-55plus.de

Internet: www.forum-55plus.de

Neue Alternativen in der Pflege

Forum-55Plus.de entwickelt neue Alternativen für die Pflege

Pflegebedürftig möchte niemand werden und doch trifft es immer mehr Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigungen auf Hilfe im normalen Tagesablauf angewiesen zu sein.
Die steigende Anzahl älterer Menschen stellt wachsende Anforderungen an das Gesundheitswesen, die sozialen Sicherungssysteme und auch an die Pflegeversicherung.
Der gemeinnützige Verein "Forum-55Plus.de" entwickelte für den wachsenden Bedarf an Pflegeeinrichtungen ein neues Konzept.

Die pressemitteilung können Sie hier downloaden.

Forum-55plus.de e.V.

Gemeinnütziger Verein

Gottfr.-Keller-Str. 73

71254 Ditzingen

Tel.: 07156/34354

E-Mail: presse@forum-55plus.de

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.